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Vielversprechender therapeutischer Ansatz bei SARS-CoV-2 Infektion

Die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Marion Subklewe untersucht die adaptive (erworbene) Immunantwort bei Patienten, die an einer SARS-CoV-2 Infektion leiden. Im Vordergrund stehen dabei die T-Zellen, eine Gruppe von weißen Blutzellen, die der Immunabwehr dienen.  Diese werden hinsichtlich auftretender Unterarten und verschiedener Expressionsmarker charakterisiert. Der Wirkstoff Tocilizumab, ein IL-6 Rezeptor Antikörper, stellt einen vielversprechenden therapeutischen Ansatz der SARS-CoV-2 Infektion dar.  Der immunmodulatorische Einfluss dieser Substanz auf das adaptive Immunsystem wird ebenfalls untersucht. Die Medizinische Klinik III des Klinikums der LMU ist das erste Prüfzentrum in Deutschland, welches die Wirksamkeit von Tocilizumab bei SARS-CoV-2 Infektionen in einer randomisierten Placebo-kontrollierten Studie prüft.
Mehr zur Forschung von Prof. Marion Subklewe
Pressemeldung LMU Klinikum vom 14.04.2020

Smartphone-App ermöglicht engmaschige digitale Nachsorge von Covid-19-Patienten

Die Ärzte des LMU Klinikums nutzen das COVID-19 Caregiver Cockpit von Cankado zur medizinischen Überwachung ihrer entlassenen Covid-19-Patienten, um so mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen - und gegebenenfalls zeitnah reagieren zu können. Ideengeberin war Prof. Marion Subklewe: Die Oberärztin der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des LMU Klinikums setzt die App schon seit Längerem für die Betreuung von Krebspatienten ein und erkannte, dass die Anwendungssoftware auch für die digitale Nachsorge von Covid-19-Patienten genutzt werden kann.
Pressemeldung LMU Klinikum vom 04.05.2020

Herstellung und Nachweisverfahren für SARS-CoV-2 Antikörper

conzelmannDie Arbeitsgruppe von Prof. Karl-Klaus Conzelmann entwickelt auf der Basis von selbst-replizierenden RNAs SARS-CoV-2 Antigen Präsentationssysteme für Immunisierungszwecke und serologische Untersuchungen. In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum München (HMGU) werden monoklonale Antikörper hergestellt, die für Antigen-Tests während der akuten Infektion eingesetzt werden sollen und die bisher benutzten Nukleinsäure-tests (RT-PCR) ergänzen können. Ein Immunfluoreszenztest mit SARS-1 und SARS-2 spezifischem Antigen wird für den Nachweis von COVID19-spezifischen Antikörpern (in der Abb. rot) bei erkrankten und genesenen Patienten eingesetzt. Solche serologischen Tests werden auch zur Bestimmung der Durchseuchungsrate benötigt.
Mehr zur Forschung von Prof. Karl-Klaus Conzelmann

Optimierung von Nachweisverfahren für SARS-CoV-2 Antikörper

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 führt zu einer Immunreaktion, bei der spezifische Antikörper gebildet werden. Diese sind im Blut von erkrankten und genesenen Personen nachweisbar. Deshalb besteht ein enormer weltweiter Bedarf an sensitiven und spezifischen serologischen Nachweisen von SARS-CoV-2 Antikörpern. Die Herausforderung besteht darin, empfindliche Tests zu entwickeln, die jedoch nicht auf z.B. andere Coronaviren (z.B. Erkältungsviren) ansprechen. Die Arbeitsgruppe Hopfner stellt rekombinantes Protein aus SARS-CoV-2 her, um in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen Immunbiochemie (Prof. Hornung) und „Monoclonal Antibodies“ (Dr. Kremmer und Dr. Flaswinkel, Lehrstuhl Prof Leonhardt) Verfahren und Reagenzien für ELISA basierte Nachweismethoden zu optimieren.
Mehr zur Forschung von Prof. Karl-Peter Hopfner

Hochdurchsatz-Verfahren für die SARS-CoV-2 Diagnostik

BiomekNX

Ein aktueller Engpass in der SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik, mit dem viele Labore konfrontiert sind, ist die Extraktion von viralen Nukleinsäuren aus Nasen-Rachen-Abstrichen und anderem Patientenmaterial der oberen Atemwege. Die viralen Nukleinsäuren werden für den anschließende PCR-Analyseschritt benötigt. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, hat der Automatisierungsspezialist Jochen Rech aus dem Labor Hornung jetzt eine Hochdurchsatz-Nukleinsäure-Extraktions­methode entwickelt. Diese ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung von 96 Proben in 30 Minuten. Mit diesem Aufbau können die Testkapazitäten des Max-von-Pettenkofer-Instituts, des Genzentrums der LMU und seines Universitäts­klinikums (Leiter der Virologie: Prof. Oliver T. Keppler) um bis zu 800 Proben pro Tag erhöht werden.

Die Untersuchungen werden im Rahmen von SARS-CoV-2-Forschungsstudien durchgeführt und auch in die qualitätskontrollierte Routinediagnostik von klinischen Proben implementiert.
Mehr zur Forschung von Prof. Veit Hornung

Sequenzierung von SARS-CoV-2 Genomen

Covid-19 Nextstrain 2020-04-22Während der Ausbreitung verändert sich die genetische Information von SARS-Cov-2 ständig. Durch die Erfassung dieser Veränderung können wertvolle Erkenntnisse über Ausbreitungswege, Infektionsketten und Evolution von SARS-CoV-2 gewonnen werden. Die Arbeitsgruppen von Dr. Helmut Blum und von Prof. Oliver T. Keppler haben gemeinsam ein schnelles und kostengünstiges Verfahren zur Sequenzierung des SARS-CoV-2 Genoms etabliert. Aus Rachenabstrichen von Patienten wird das Virusgenom zunächst in einer Multiplex-PCR vermehrt und dann mit der Nanoporen-Sequenzierung bestimmt. Die Ergebnisse fließen in klinische und epidemiologische Studien ein und werden der wissenschaftlichen Gemeinschaft über die frei zugängliche Plattformen GISAID und Nextstrain zur Verfügung gestellt.
Mehr zur Forschung von Dr. Helmut Blum

Fernsehinterviews mit Virologe Prof. Oliver T. Keppler

Oliver T. Keppler, Professor für Virologie am Max-von-Pettenkofer-Institut und Mitglied des Genzentrums, ist ein gefragter Experte bei der Coronavirus Pandemie.

BR extra vom 27.04.2020, 19:00 Uhr: Wie lange dauert die Corona-Krise?

Der Kampf gegen das Virus wird vermutlich noch mehrere Monate dauern. Die Menschen in Bayern werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie Schutzmasken tragen und weitergehende Einschränkungen im öffentlichen Leben schultern müssen. BR-Chefredakteur Christian Nitsche in einem "BR extra" mit den beiden Münchner Virologen Prof. Dr. Ulrike Protzer und Prof. Dr. Oliver Keppler.

BR extra vom 26.03.2020, 20:44 Uhr: Wie besiegen wir Corona?

Virologin Prof. Ulrike Protzer vom Helmholtz Zentrum München und der Virologe Prof. Oliver T. Keppler vom Max von Pettenkofer-Institut beantworten Zuschauerfragen.

BR extra vom 25.03.2020, 19:00 Uhr: Wie gefährlich ist Corona?

Die Gäste in der Sendung:
- Prof. Dr. med. Oliver T. Keppler, Max von Pettenkofer-Institut
- Prof. Dr. med. Ulrike Protzer, Helmholtz Zentrum München

Promising therapeutic approach for SARS-CoV-2 infection

The research group of Prof. Marion Subklewe investigates the adaptive immune response in patients suffering from SARS-CoV-2 infection. In particular, the T cells are characterized with respect to subtypes and different expression markers. Tocilizumab, an IL-6 receptor antibody, represents a promising therapeutic approach for SARS-CoV-2 infection. The immunomodulatory influence of this substance on the adaptive immune system is also investigated. The Medical Clinic III of the LMU hospital is the first test center in Germany to evaluate the efficacy of tocilizumab in a randomized placebo-controlled study.

Smartphone app enables close digital follow-up of Covid-19 patients

The doctors at the LMU Klinikum use Cankado's COVID-19 Caregiver Cockpit for the medical monitoring of their discharged Covid-19 patients in order to detect possible complications in time - and to react promptly if necessary. The idea was inspired by Prof. Marion Subklewe: The senior physician of the Medical Clinic and Polyclinic III of the LMU Hospital has been using the app for a long time for the care of cancer patients and recognized that the application software can also be used for the digital follow-up care of Covid-19 patients.

Development and detection methods for SARS-CoV-2 antibodies

The research group of Prof. Conzelmann develops presentation systems for SARS-CoV-2 antigen based on self-replicating RNAs for immunization and serological investigations. In collaboration with Helmholtz Munich (HMGU) monoclonal antibodies (MAbs) are generated which shall be used for detection of virus in acute infections and which could complement the widely used PCR tests. An immunofluorescence test using SARS-1 and SARS-2 specific antigens is employed for demonstration of COVID-19 specific antibodies of diseased and recovered patients and useful for determining infection rates.

Optimization of detection methods for SARS-CoV-2 antibodies

Sensitive and specific serological detection of SARS-CoV-2 in sick and recovered patients is a worldwide need in the context of COVID-19. The tests are supposed to be highly sensitive but should not detect e.g. corona viruses that cause the common cold. The Hopfner lab is producing recombinant protein from SARS-CoV-2 in order to help optimize methods and provide reagents for ELISA procedures together with the groups Immunobiochemistry (Prof. Hornung) and “Monoclonal Antibodies” (Dr. Kremmer and Dr. Flaswinkel, Chair Prof. Leonhardt).

High throughput diagnostics for SARS-CoV-2

A current bottleneck in SARS-CoV-2 PCR diagnostics that many laboratories are facing, is the extraction of viral nucleic acids from nasopharyngeal swabs and other respiratory material for subsequent PCR analysis. To meet these increasing demands, automation specialist Jochen Rech from the Hornung laboratory has now implemented a high throughput nucleic acid extraction methodology that allows the simultaneous processing of 96 samples in 30 minutes. With this setup at hand, the testing capacities of the Max von Pettenkofer Institute and Gene Center of the LMU and its university hospital (head of virology: Prof. Oliver T. Keppler) can be increased by up to 800 samples per day. Testings will be performed in the context of SARS-CoV-2 research studies and also be implemented into quality-controlled routine diagnostics of clinical samples.

Sequencing of SARS-CoV-2 genomes

During the spread, the genetic information of SARS-Cov-2 is constantly changing. By recording these changes, valuable insights into the propagation pathways, infection chains and evolution of SARS-CoV-2 can be gained. The research groups of Dr. H. Blum and Prof. Oliver T. Keppler have jointly established a fast and cost-effective method for sequencing of SARS-Cov-2 genomes. From throat swabs of patients the virus genome is first amplified in a multiplex PCR and then determined by nanopore sequencing. The results will be used in clinical and epidemiological studies and will be made available to the scientific community via the freely accessible platforms GISAID and Nextstrain.